Die Milch einer Kuh ist perfekt abgestimmt auf den Bedarf ihres eigenen Kindes, sprich für ihr Kälbchen und nicht für menschliche Babys. In der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Tier (oder der Mensch) artfremde Milch konsumiert. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das sich noch im Erwachsenenalter von Milch ernährt.
Wir wissen heute, dass Milch ein schlechter Kalziumlieferant ist, da sie Phosphate enthält, die unter dem Einfluss menschlicher Magensäure in einer chemischen Reaktion Kalzium binden. Ausserdem scheidet der Körper umso mehr Kalzium über die Nieren aus, je mehr tierisches Eiweiss verzehrt wird.
Vor allem der hohe Gehalt an Kaseineiweiss in der Milch, das bei Kälbern mit Hilfe der Milken (Thymusdrüse des Kalbes) aufgespalten werden kann, führt zu Problemen mit dem menschlichen Kalziumhaushalt. Mit dem Heranwachsen verliert die Thymusdrüse des Kalbes wie auch die aller Säuger und der Menschen jedoch diese Fähigkeit. Es fehlen die dafür nötigen Enzyme Laktase und Rennin, deren Funktion nach dem Abstillen natürlicherweise nicht mehr gebraucht wird.
Der Milchkonsum ohne diese Enzyme führt beim Menschen zu einer negativen Kalziumbilanz, da die Milch weniger davon liefert, als zu ihrer Verdauung benötigt wird. Studien haben ergeben, dass die Länder mit dem höchsten Milchkonsum auch das höchste Vorkommen von Osteoporose aufweisen.
(Quelle: U. Hochstrasser)
Bevor eine Kuh Milch geben kann, muss eine Kuh gekalbt haben. Um einen möglichst grossen Profit aus den Milchkühen herauszuschlagen, werden sie jährlich (künstlich) besamt und während der Trächtigkeit bis wenige Wochen vor der nächsten Geburt weiter gemolken.
Was geschieht mit den unzähligen Kälbern? Fast alle entreisst man ihrer Mutter bereits kurz nach der Geburt. Die Kühe sind danach tagelang unruhig, muhen und suchen nach ihrem Kälbchen, da die Bindung der Mutterkuh zu ihrem Kalb sehr stark ist. Alle männlichen und die meisten der weiblichen Kälber werden für Kalbfleisch getötet. Dieses Schicksal erleiden in der Schweiz jedes Jahr 300'000 Kälber im Alter von 3 bis 4 Monaten.
Die «Milchleistung» der Kühe wurde, vor allem in den letzten Jahrzehnten, stark gesteigert. Heute ist man bereits bei über 5000 Liter Milch pro Jahr angelangt. Dies führt zu vielen gesundheitlichen Problemen bei den Kühen (insbesondere Euterentzündungen). Die vorbeugende Antibiotikabehandlung der Zitzen von Milchkühen ist deshalb bereits weit verbreitet. Auch die Zusammensetzung der Milch wurde durch die Züchtung der heutigen «Hochleistungsmilchmaschinen» stark in Mitleidenschaft gezogen. Dies führte bereits so weit, dass man Kälber kaum mehr mit der Milch ihrer Mütter grossziehen kann! Sogar für Kälber fehlen bereits wichtige Vitalstoffe in der Milch heutiger Hochleistungskühe.
Nach wenigen Jahren nimmt die Milchleistung der Kühe so stark ab, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen geschlachtet werden.
(Quelle: www.vegetarismus.ch) |