In den ersten Tagen nach der Geburt produzieren die Milchdrüsen das Kolostrum, welches sehr nährstoffreich ist und eine grosse Menge Inhaltsstoffe besitzt, die das Immunsystem fördern und den Schutz vor Krankheiten sicherstellen. Es enthält Enzyme für eine geregelte Verdauung, Wachstumsförderer zum Vermehren gesunder Darmbakterien und Proteine.
Durch die leicht abführende Wirkung erleichtert es dem Neugeborenen die ersten Darmentleerungen, bei denen das so genannte Kindspech (Mekonium) ausgeschieden wird.
Nach ca. 10-14 Tagen nach der Geburt wird bei den meisten Müttern die reife Muttermilch gebildet. Die Zusammensetzung ändert sich jeweils beim Stillen. Zu Beginn der Mahlzeit trinkt das Baby die Vormilch, welche viel Wasser und weniger Fett enthält um den Durst zu stillen. Die nachfolgende Nachmilch ist fettreicher und enthält viel Energie und Nährstoffe, dafür weniger Flüssigkeit. Sie dient der Sättigung und dem Wachstum des Kindes.
Für die Mutter gilt darauf zu achten, dass sie genügend gesunde Kost zu sich nimmt, ausreichend trinkt und sich die nötige Ruhe gönnt. Dabei ist vor allem zu Beginn die Unterstützung des Partners und der Familie sehr wichtig.
Varianten
Halbliegende Position
Zum Stillen werden einige Kissen zurechtgelegt, damit diese den Rücken der Mutter stützen. Gerade am Anfang fällt diese Position vielleicht noch etwas leichter, als eine liegende oder sitzende Variante.
Bild folgt!
Wiegehaltung
Beide Kinder sind in der Wiegehaltung. Die Beine des Babys ruhen auf dem Kleinkind.
Fussballhaltung (Rückengriff)
Das Kleinkind kann während es liegt seinen Kopf mit einem Stillkissen abstützen. Es kann auch mit von der Mutter abgewandten Knien neben ihr sitzen.
Bild folgt!
Seitenlage
Die Mutter stillt das Baby in der Seitenlage. Dabei kann das Kleinkind auf der Seite der Mutter sitzen oder hinter ihr knien und seinen Kopf vornüber beugen.
Rückenlage
Die Mutter liegt in Rückenlage und stillt beide Kinder, welche zusätzlich mit einem Kissen abgestützt werden können.