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Unsere Kinder - unsere Zukunft  
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Tragen von Babys und Kleinkindern
 

Textfeld:  Der Mensch ist von Natur aus wie die verwandtschaftlich nahe stehenden Menschenaffen ein aktiver Tragling. Babys ziehen reflexartig ihre Beine an, wenn man sie hoch nimmt, in der so genannten Spreiz-Anhock-Haltung, in Erwartung, dass sie getragen werden.

Anatomisch und physiologisch gesehen sind unsere Körper als Säuglinge an den Sitz auf der Hüfte angepasst. Eine für die Entwicklung des Hüftgelenks ideale Beinhaltung, bei der die Oberschenkel im rechten Winkel oder stärker angezogen werden, und der Abspreizwinkel ca. 45° beträgt. Dies erklärt auch, weshalb Tragehilfen, bei denen die Beine gerade hinunter hängen, absolut ungeeignet sind. Das  Getragenwerden in gespreizter und stark angehockter Beinhaltung ist die ideale Stellung von Oberschenkelkopf zur Hüftgelenkpfanne. Durch die ständigen Bewegungsreize werden die noch knorpeligen Strukturen der Babykörper gefördert und deren Entwicklung unterstützt.

Der intensive Körper- und Hautkontakt ist ein Grundbedürfnis eines Säuglings, das erfüllt werden will. Der ständige Kontakt insbesondere mit der Mutter ist für ein Baby lebenswichtig. Die Bewegungsabläufe wecken seine Sinne und es erhält die notwendigen Impulse und Eindrücke für seine Erwartung an Lebenserfahrung.

Das Tragen beruhigt und wirkt sich positiv auf die Atem- und Herztätigkeit, sowie den kindlichen Muskeltonus aus. Diese taktile und proprio-vestibuläre Stimulation fördert die kindliche Entwicklung. Insbesondere in den ersten drei Lebensmonaten bewirkt sie eine erhöhte Bildung der Synapsen, d.h. Vernetzungen der Hirnzellen, was zu einer besseren Motorik und höheren Intelligenz führt.

Ein Baby verfügt noch nicht über ein Gefühl für die Zeit. Erst mit etwa neuen Monaten entwickelt es ein Gespür für die Objektpermanenz, das heisst, es lernt zu begreifen, dass Objekte und Personen auch weiterhin existieren, wenn sie nicht zu sehen, zu hören oder zu greifen sind. Deshalb sind Babys in den ersten Lebensmonaten auf ständigen Körperkontakt angewiesen, damit für sie die elterliche Fürsorge bestätigt ist und sie sich einfach ‚richtig’, geborgen und beschützt fühlen. Ein nicht getragenes Baby erlebt hilflos ein Zustand des unerfüllten Verlangens, der öden Verlassenheit und Angst. Sein Leiden ist nicht mal durch Hoffen gemildert, da dies ein Zeitgefühl voraussetzt.

Babys sind auch noch nicht in der Lage, ihre überschüssige Energie zu entladen. Dies geschieht solange sie noch nicht krabbeln über die Person, von der es getragen wird. Das setzt natürlich voraus, dass die tragende Bezugsperson selbst auch aktiv ist und während des Tragens seinen alltäglichen Beschäftigungen nachgeht.

Verschiedene Untersuchungen belegten die Vorteile von intensiver Hautstimulation und Bewegungswahrnehmung. Getragene Kinder sind ausgeglichen, zufrieden und aktiv an der Umgebung und den Bezugspersonen interessiert.

Links:
www.stillen-und-tragen.de
www.trage-tuch.de
www.rabeneltern.org  Rubrik Tragen
www.trageberaterin.ch

Artikel:

Die grosse Bedeutung des Getragenwerdens von Jean Liedloff
Literatur:
Ein Baby will getragen sein von Dr. Evelin Kirkilionis
ISBN-10: 3466344085

Auf der Suche nach dem verlorenen Glück von Jean Liedloff ISBN-10: 3406528600